Freiraum & Urban Gardening

PROJEKT // Urban Gardening als konstruktiver Baustein der Freiraumversorgung stark verdichteter Quartiere
KATEGORIE // Publikation / Diplomarbeit
JAHR // 03.2012
BEARBEITUNG // Rudolf D. Klöckner

Kurzfassung

Die Diplomarbeit setzt das breite Aktivitätsfeld von Urban Gardening in den Kontext der Freiraumversorgung stark verdichteter Quartiere.

Freiräume sind von zentraler Bedeutung für die Wohn- und Lebensqualität von Städten. Dabei geraten insbesondere in stark nachgefragten Teilen der inneren Stadt die Freiräume zunehmend unter Druck. Eine überdurchschnittli- che Wohnungsnachfrage und das große Investoreninteresse führen zu einer raschen Nachverdichtung. Begleitend führen eine pluralisierte Gesellschaft mit individualisierten Lebensstilen und neuen Arbeits- und Freizeitwelten zur Steigerung der Vielfalt (und Konkurrenz) der Nutzungen und Akteure innerhalb der Freiräume. Gleichzeitig werden Unterhalt und Pflege der öffentlichen Frei- und Grünflächen zu einer immer stärkeren finanziellen Belastung. So auch in Hamburg. Die Haushaltsmittel für den Freiraumunterhalt sind seit etlichen Jahren rückläufig – eine Besserung der finanziellen Schieflage ist dabei nicht in Sicht.

Parallel lässt sich ein wachsendes Interesse an Stadtentwicklungsprozessen und ein zunehmendes ziviles Engage- ment innerhalb der kleinteiligen Stadtproduktion beobachten. Dies spiegelt sich u.a. in der Koproduktionen von städ- tischen Räumen durch unterschiedlichste Urban Gardening-Aktivitäten wider.

Am Beispiel der Hamburger Stadtteile St. Pauli und Sternschanze werden verschiedene Ausprägungsformen von Urban Gardening untersucht und hinsichtlich ihrer Bedeutung für die Freiraumversorgung geprüft.
Die Arbeit formuliert Handlungsansätze und Empfehlungen für die öffentliche Planung und zuständige Verwaltung, wie Urban Gardening als konstruktiver Bestandteil der Freiraumversorgung gefördert werden kann – und beschreibt den Weg zu einer möglichen öffentlich-zivilen Freiraum-Komplizenschaft. Weiterlesen

Bunker Super Suite

Im Bezirk Hamburg-Altona werden derzeit Entwicklungsoptionen für mehrere Hochbunker geprüft. Gemeinsam mit dem JASWerk Jugend Kultur Stadt und in Kooperation mit dem Bezirk Altona erarbeiten wir bis Ende 2011 eine Machbarkeits- und Überzeugungsstudie gemeinsam mit Jugendlichen, die aufzeigt, inwieweit Bunker für selbstbestimmte jugendkulturelle Nutzungen geeignet sind. Weiterlesen

Ausgewählte Projekte 2006-2010

2010
Ex-Amt Mitte – Eine Konzeptstudie / Diplomarbeit
The Windy Apple / Fotodokumentation
±1: weiter sagen, weiter tragen / Austellungskonzeption- u. gestaltung
Kreative Milieus und offene Räume in Hamburg / Mitarbeit Studie
31- Dort wo Ordnung und Chaos aufeinandertreffen / Bild-Soundcollage

2009
Don´t mess with space / Installation im öffentlichen Raum
Einfach.Immer.Mehrfach / Video
OXBID / Grafik
[no] MAN’S LAND. Strategien zur Entwicklung einer Roma-Siedlung in Sofia / Masterthesis

2008
Habitat Supermarkt – Ein Experiment zur Siedlungsstruktur / Experiment – Ausstellung – Gestaltung
Betonleuchten / Aktion im öff. Raum – Lichtinstallation

2007
The Sound of MonoSpace – Exchanging City Acoustics / Workshop – Ausstellung

2006
stadtdessen – Ein Umgang mit städtischer Landschaft / Studienprojekt – Publikation



EX-AMT MITTE // Eine Konzeptstudie

PROJEKT // EX-AMT MITTE Eine Konzeptstudie // City Hof Hamburg Mitte
KATEGORIE // Publikation / Diplomarbeit
JAHR // 03.2010
BEARBEITUNG // Anja Nettig



Bereits seit Anfang der 2000er Jahre wird über die Zukunft des von 1955 bis etwa 1958 erbauten City Hofs am Klosterwall in Hamburg spekuliert. Die zentral und in direkter Nachbarschaft zum so genannten Kontorhausviertel gelegenen Hochhausscheiben sind seit längerem ob ihrer ästhetischen und städtebaulichen Qualität in der Kritik. Seit 2006 konkretisieren sich die Planungen, die Gebäude – nach einem Umzug des Hauptmieters Bezirksamt-Mitte- abzureißen.
Weiterlesen

THE WINDY APPLE

PROJEKT // The Windy Apple – Urban Impressions of Chicago & New York City
KATEGORIE // Publikation, urbane Fotografie, Gestaltung
JAHR // 2010
BEARBEITUNG // Sven Lohmeyer

Chicago & New York City.
The Windy City und The Big Apple.
Zwei Metropolen in zwei Wochen.

Das Fotobuch dokumentiert die Urbanität dieser vibrierenden Städte in ihren Details, Zeichen, Situationen und natürlich ihren Protagonisten – den Menschen auf den Straßen.

112 Seiten, Farbe sowie schwarz/weiß.
hier erhätlich für 44,95€

 

±1: weiter sagen, weiter tragen

PROJEKT // ±1: weiter sagen, weiter tragen
KATEGORIE // Ausstellungskonzeption und Design / Architektur / Gestaltung
JAHR // 2010
AUFTRAGGEBER // IBA Hamburg GmbH / üNN – Büro für Kunst Bauen Stadtentwicklung
BEARBEITUNG // Lukas Halemba / Rudolf D. Klöckner / Sven Lohmeyer

Konzeption und Gestaltung der Ausstellung “±1″ im Wilhelmsburg Weltquartier, im Rahmen der Internationalen Bauausstellung Hamburg.

+- 1

// ± 1 weiter sagen, weiter tragen ist eine Ausstellung zum mitnehmen. Das Weltquartier, einer der kulturell vielfältigsten Nachbarschaften der Elbinsel, wird Ort dieser ungewöhnlichen Ausstellung.

Zwei Begleiter, die uns im Alltag immer wieder unausweichlich begegnen und die internationale Stadtgesellschaft prägen: Mode und Energie. Wo in der Mode bereits in festen Konfektionsgrößen gedacht und gelebt wird, sind die Vorstellungen beim Energieverbrauch nicht immer so eindeutig und anschaulich. Nur durch ein Verständnis für Energiethemen, ein gelebtes Bewusstsein und die realen Möglichkeiten des sparenden Verbrauchs, ergibt sich ein echter Mehrwert (+) für die im Rahmen der IBA modernisierten Wohnungen im Weltquartier. Das Weltquartier als ein internationaler Ort, kann eine gemeinsame und bewusste Kultur des Energieverbrauchs entwickeln. Denn oft sind es die kleinen Schritte (± 1), die auf Dauer die Gesamtbilanz ins Positive verändern. Diese Botschaft gilt es weiterzutragen.

In der Ausstellung werden die Energiethemen rund um das Weltquartier und den Energiebunker transportiert und zugleich recycelt. In Kooperation mit dem Nähprojekt “Made auf Veddel” werden die auf Plane gedruckten Ausstellungsinhalte während und nach der Ausstellung in Mode- und Gebrauchsobjekte umfunktioniert: Durch die genähten Taschen und Alltagsaccessoires werden die gesamte Ausstellung und ihre Inhalte nach und nach in den Stadtraum getragen. Die 1.700 Bewohner aus über 30 Herkunftsländern und die Gäste der Internationalen Bausstellung werden zu Botschaftern der kleinen Schritte.

Kreative Milieus und offene Räume in Hamburg

PROJEKT // Kreative Milieus und offene Räume in Hamburg

KATEGORIE // Studie

JAHR // 2009 – 2010

AUFTRAGGEBER // Freie und Hansestadt Hamburg, Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt, Amt für Landes- und Landschaftsplanung / Studio UC | Klaus Overmeyer

BEARBEITUNG // Lisa Buttenberg für Studio UC | Klaus Overmeyer

„… Ziel der vorliegenden Studie ist es, die wirtschaftliche Perspektive [auf die Kultur- und Kreativwirtschaft] um eine stadträumliche Dimension zu ergänzen. Für die Stadtentwicklung eröffnen sich damit neue und komplexe Handlungsfelder, die neben der Standortanalyse von Unternehmen der Kreativwirtschaft insbesondere auch mit den Auswirkungen urbaner Transformationsprozesse auf die Räume der Kreativen umgehen muss. Das betrifft die unterschiedlichen Raumansprüche der Kreativen, die Flexibilisierung von Wohnen und Arbeiten, den Umgang mit Aufwertungsprozessen als auch die Bedeutung neuer Akteurskonstellationen.

Über die mittlerweile übliche Gliederung der Kultur- und Kreativwirtschaft in Teilbranchen hinaus bezeichnen kreative Milieus in dem hier vorliegenden Verständnis Systeme, die jenseits von gesellschaftlichem Stand und sozialer Klasse durch Gruppierungen, Szenen und Atmosphären hervorgebracht werden. Damit werden weiche Standortfaktoren wie die Dynamik von Öffentlichkeiten, Netzwerkbildungen oder Prozesse der Raumaneignung berücksichtigt. Mittels exemplarischer Fallstudien untersucht die Studie kreative Milieus und Standorte auf ihre stadträumlichen sowie sozioökonomischen Aspekte hin und stellt diese in Karten dar.

Die Studie proklamiert die „Offene Stadt Hamburg“, die Verzahnung von Offenheit und (Spiel-) Raum als wichtiges Handlungsfeld einer künftigen Stadtentwicklung, die kreative Räume und Milieus als Ressource für städtische Innovation integriert. …“

Download der Studie

(Abbildung: © Tom Unverzagt)

31 – Dort wo Ordnung und Chaos aufeinandertreffen

PROJEKT // 31 – Dort wo Ordnung und Chaos aufeinandertreffen
KATEGORIE //Publikation / Diplomarbeit / Audio / Video
JAHR // 02.2010
BEARBEITUNG // Sophie Naue

Ein visuelles und akustisches Experiment, das sich an die Wahrnehmung des Betrachters bzw. des Zuhörers richtet.

Abstrakt // An einem Sonntagnachmittag führt der Weg über eine Foto- und Tonstrecke vom städtischen Bahnhofsviertel Retiro direkt in die Villa 31, einer informellen Siedlung inmitten von Buenos Aires. Der Geräuschpegel der Villa 31 übertrifft die sonst relativ laute Stadt noch bei weitem. Bei den Aufnahmen handelt es sich jedoch nicht um den Nachhall von Klängen aus der Siedlung, sondern um charakteristische Geräusche und Bilder, die sich auch außerhalb der Villa 31 durch die Bewohner reproduzieren.
Die aufgezeichnete Klanglandschaft verdeutlicht auf akustische Art – visuell unterstützt – wie sich die Villa 31 außerhalb ihrer Grenzen ausbreitet und in die „formelle Stadt“ fortschreibt. Dabei wird auf narrative Weise aufgezeigt, dass die Villa 31 und Buenos Aires, die häufig als zwei sich untereinander außschließende Gegenwelten gesehen werden, längst auf unterschiedlichsten Ebenen weitreichend miteinan- der verwoben sind. An den Zuhörer bzw. Betrachter wird die Frage gestellt, ob die Übergänge zwischen dem „Außen“ der Stadt und dem „Innen“ der Villa überhaupt wahrnehmbar sind und ob ein Unterschied – eine Grenze – zwischen den Welten der „formellen“ und „informellen“ Stadt erfahrbar ist. Erst in zweiter Linie geht es darum, die für die Villa 31 spezifische Geräusch- und Bildkulisse widerzuspiegeln, um so eine Vorstellung von der Atmosphäre vor Ort zu erzeugen.

Einfach.Immer.Mehrfach

PROJEKT // Einfach.Immer.Mehrfach – Ein strategischer Entwurf zum Einkaufscenter im Jahre 2038
KATEGORIE // Strategischer Entwurf / Wettbewerb / Film
JAHR // 2009
BEARBEITUNG // Ole Frerichs /  Lukas Hamlemba / Rudolf D. Klöckner / Sven Lohmeyer / Sophie Naue / Mehmet Tarik Beytekin (Raumagent auf Zeit)

Abstrakt // ”Die klassische Idee des Centers in Form einer autarken zeit-räumlichen Einheit, die letztlich wenige Kunden-Typen bedient, wird heutigen Ansprüchen nicht ansatzweise gerecht. Wir wollen aus der in sich geschlossenen Einheit ein offenes urbanes Konsumgebilde entwickeln, dass so flexibel, so attraktiv und so komplex funktioniert, dass es nicht nur einen Großteil der Gesellschaft anzulocken vermag, sondern vielmehr noch als Lebensmittelpunkt funktioniert, der leistungsfähig in den städtischen Kontext eingebunden ist. Das Shopping-Center 2038 wird ein hybrider, dynamischer und zentraler Ort sein, dessen Konkurrenzfähigkeit sich vor allem aus funktionaler Vielfalt entwickelt — das Center wird zum Full-Service-Anbieter.”

Weitere Inhalte // Entwicklung des Films “AmazonBay 2038″. Eine Zeitreise mit Blick auf die Entwicklung der Shoppingwelten.

Auszeichnungen // Das Projekt wurde mehrfach ausgezeichnet:
// Förderpreis Architektur, Kulturkreis der Deutschen Wirtschaft
// Förderpreis, Irene und Friedrich Vorwerk-Stiftung

OXBID

KATEGORIE // Gestaltung einer Diplom-Publikation
JAHR // 2009
AUFTRAGGEBER // OXBID Initiative
BEARBEITUNG // Sven Lohmeyer

oxbid_lead1

Für einen geschätzten Freund des spacedepartment wurde die Arbeit mit dem Titel „Entwicklung eines Maßnahmen- und Finanzierungskonzepts und Reflexion der Vorbereitungsphase eines Business Improvement Districts am Beispiel des Nebenzentrums Hamburger Ochsenzoll” gestalterisch umgesetzt und auf dem Wege zur Publikation begleitet.

Herausgekommen ist ein 200 Seiten fassendes Buch mit einer Auflage von 60 Exemplaren.