31 – Dort wo Ordnung und Chaos aufeinandertreffen

PROJEKT // 31 – Dort wo Ordnung und Chaos aufeinandertreffen
KATEGORIE //Publikation / Diplomarbeit / Audio / Video
JAHR // 02.2010
BEARBEITUNG // Sophie Naue

Ein visuelles und akustisches Experiment, das sich an die Wahrnehmung des Betrachters bzw. des Zuhörers richtet.

Abstrakt // An einem Sonntagnachmittag führt der Weg über eine Foto- und Tonstrecke vom städtischen Bahnhofsviertel Retiro direkt in die Villa 31, einer informellen Siedlung inmitten von Buenos Aires. Der Geräuschpegel der Villa 31 übertrifft die sonst relativ laute Stadt noch bei weitem. Bei den Aufnahmen handelt es sich jedoch nicht um den Nachhall von Klängen aus der Siedlung, sondern um charakteristische Geräusche und Bilder, die sich auch außerhalb der Villa 31 durch die Bewohner reproduzieren.
Die aufgezeichnete Klanglandschaft verdeutlicht auf akustische Art – visuell unterstützt – wie sich die Villa 31 außerhalb ihrer Grenzen ausbreitet und in die „formelle Stadt“ fortschreibt. Dabei wird auf narrative Weise aufgezeigt, dass die Villa 31 und Buenos Aires, die häufig als zwei sich untereinander außschließende Gegenwelten gesehen werden, längst auf unterschiedlichsten Ebenen weitreichend miteinan- der verwoben sind. An den Zuhörer bzw. Betrachter wird die Frage gestellt, ob die Übergänge zwischen dem „Außen“ der Stadt und dem „Innen“ der Villa überhaupt wahrnehmbar sind und ob ein Unterschied – eine Grenze – zwischen den Welten der „formellen“ und „informellen“ Stadt erfahrbar ist. Erst in zweiter Linie geht es darum, die für die Villa 31 spezifische Geräusch- und Bildkulisse widerzuspiegeln, um so eine Vorstellung von der Atmosphäre vor Ort zu erzeugen.




Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar