spacemag #4 | EGO-URBAN-ISMUS | CALL FOR PAPER

Stadt ist Verhandlungssache – und alle machen mit – ob bewusst, zufällig, aktiv, passiv, wütend, selig, angepasst, nur für sich, für oder gegen alle.

Zurzeit erleben wir ein großes öffentliches Interesse an Stadt. Die Beteiligung, das Durchsetzen, das Machen und das Positionieren der eigenen Interessen nimmt sichtbar zu. Neue Räume entstehen, verlieren, werden erkämpft und verlassen, bestrickt, beklebt, besprochen und zerredet. Dabei stehen nirgendwo Partikularinteressen und Gemeinwohl so dicht beieinander wie in der Stadt. Oft enthüllt sich im Verzicht auf Kompromisse die Bedeutung und Kraft des Partikularen. Die Stadt für sich und seines Gleichen zu beanspruchen führt an vielen Orten zu harten Verhandlungen, zu scharfen Trennungen, zu Kämpfen und Allianzen. Das Aushandeln von Ansprüchen und Bedürfnissen bewegt sich dabei zwangsläufig im Spannungsfeld von Allein- und Gemeinwohl.

Von der Kröte zur Autobahn und vom Wortführer zur urbanen Initiative

Welche Kraft hat der Einzelne im Gesamtsystem Stadt?
Wer motiviert, wer schwimmt mit, wer hält auf, wer dreht um?
Wer hat Recht und wer hat jetzt das Recht auf Stadt?
Wo knallt’s und was wird wie verhandelt?
Was ist Not-in-my-backyard-Attitüde, was berechtigter Protest?
Wie entsteht aus der Summe von Egos eine Stadt für alle?

Das neue Heft des urban spacemags widmet sich dem Egourbanismus und Geschichten, Bildern und Aktionen, die alle anderen einschließt und das Ich als Maßstab nimmt.

Gesucht werden Beiträge zum Thema – seien es Meinungen, Entwürfe, Positionierung verschiedener Disziplinen und Formate, Fragen, Versuche, Abhandlungen, Geschichten, Diagramme, Bilder oder was sonst alles hierzu entstehen kann.

Zu den Formalien, hier weiterlesen…

Weiterlesen

spacemag #3 | Copy&Paste

Erschienen im Januar 2011 / Mehr Informationen und Bestellung (per Vorauskasse) möglich unter urbanspacemag.com

Wir sind mehr denn je gezwungen Neues, noch nie da Gewesenes zu produzieren. Allgemein negativ konnotiert, wird Kopieren oft als Gegensatz von Kreativität verstanden. Copy & Paste Praktiken beeinflussen die Stadt und unseren Alltag maßgeblich und gleichzeitig wehren wir uns mit unserem westlichen Kulturverständnis meist dagegen. Schon seit der Antike wird in der Architektur und Stadtplanung kopiert. Der Eifelturm und die Pyramiden von Gizeh als 1:2 Kopie in Las Vegas, die Europäische Stadt als Blaupause westlicher Architekten zur Grundsteinlegung einer enormen chinesischen Städteexpansion – immer wieder spiegeln Repliken architektonische und gesellschaftliche Muster an anderer Stelle und in völlig neuen Kontexten wider.

Im digitalen Zeitalter stellt der Umgang mit verlustfreien Kopien und dem Urheberrecht eine der größten gesellschaftlichen Herausforderungen dar. Sampling und Mash Up sind zu etablierten Kulturtechniken avanciert.

Wo hört das Original auf und wo fängt das Neue an? Das spacemag #3 sucht nach der Linie dazwischen, in Form von Beispielen aus Architektur und Planung, genauso wie Kunst- und Medienpositionen und theoretischen Diskursen, fotografischen Beiträgen und persönlichen Erzählungen…

…Fake / Kitsch / Dekontextualisierung / Vorbilder / Plagiate / DIN und ISO / Gleichheit für Alle / sozialer Wohnungsbau / globale Markenpräsenz / Kolonialisierung / Migration / Mash Up / Open Space / Import Export / Stille Post / Urban Camouflage /////// Copy & Paste

———-

Bild: photocase: änte

spacemag #2 | Gaffa Urbanismus

Nach dem erfolgreichen Start mit dem spacemag #1 – Rhythmus des Konsums im letzten Jahr, freuen wir uns nun die zweite Ausgabe zu präsentieren

spacemag #2 befasst sich mit einem multiurbanen Phänomen allgegenwärtiger Stadtproduktion. Gaffa Urbanismus ist ein gesellschaftsrelevantes Thema, das parallel zu konventionellen Stadtentwicklungsprozessen verläuft. Im Vordergrund steht dabei die Aneignung und Mitgestaltung der Stadt. Das Heft präsentiert eine Zusammenstellung von unterschiedlichen Denk- und Handlungsweisen zum Gaffa Urbanismus. Es spiegelt dabei urbanistische, architektonische und ökonomische Sichtweisen ebenso wider wie künstlerische Positionen und persönliche Geschichten.

130 Seiten Gaffa Urbanismus, mit Beiträgen von und über: post Kollektiv / Stuttgart PopUp / Folke Köbberling und Martin Kaltwasser / Buff Diss / Christopher Dell / Bob Baster / Lola Meyer und Boris Sieverts / Katja Aufleger / spacedepartment u.v.m.

Inhalt
Editorial
Spontan Urban Stadtplanung: Ein Fall für MacGyver (Jan Bovelet)
Mit Links – Wenn sich Türen schließen öffnet sich ein Spielfeld (Lukas Halemba)
Kurzer Prozess – Das Prinzip Stuttgart PopUp! (Lukasz Lendzinski & Peter Weigand)
Shuetsu Satos Klebearbeit – Gaffa Tape Kunst in der Tokioter U-Bahn (Verena Dauerer)

Post from sweden – Nützliche Fehler im urbanen Raum (post)
Trash your House – Ein Haus für den Hang (Folke Köbberling & Martin Kaltwasser m. Maren Richter)
Tape your City – Tape Art von Buff Diss
Situationismus – Die Lust am Spektakel (Christopher Dell)
Parasites – Illegal Exhibitions (Bob Baster)
Work With Us – Subversive Raumaneignungspraktiken bei American Apparel (Nils Grube)
Hosentaschen Republik – Ein Land geht spazieren (Philipp E. Hachenberg und Malte Pill)
Fix anything with Gaffa – Was unsere Städte wirklich zusammenhält (Sven Lohmeyer)
Wer ernten will, muss säen – Urban Agriculture als das Gebot der Stunde (Yvonne Franz)
Improvisierte Stadt? – Urbanisierung in Athiopien (Nadine Appelhans)
Aus der Jurte, in die Jurte. Mit dem Umweg über die Stadt (Rudolf D. Klöckner)
Die Siedlung Heckpfad – Versuch einer Beschreibung in 10 Paragraphen (Lola Meyer & Boris Sieverts)
Mal ganz unter uns – Positionen zum Begriff des „Informellen“ (Frank Othengrafen & Jakob F. Schmid)
Malko magazinche – Bauanleitung für einen transportablen Laden (Silvia Posavec)
Instant Balkony – Ein aufblasbarer Balkon auf Zeit (Just / Burgeff Architekten mit Jürgen S. Wassink)
Implan.Tat – veralterte Strukturen unserer Städte schreiben nach Veränderung (ImplanTat)
Tape und Fragment – Bildstudien und ein Kurzfilm (Katja Aufleger)
31 – Dort wo Ordnung und Chaos aufeinandertreffen (Sophie Naue)
Im Gespräch – Mit den Künstlern Tinho und Nove aus São Paulo (Anja Nettig)
Das Gaffa ABC (Lisa Buttenberg)
Suffix
– Eine Kurzgeschichte (Dennis Gaens)

Die aktuelle Ausgabe ist derzeit nur noch im Buchhandel zu bekommen.

Kaufen im Buch- bzw. Einzelhandel:
Das spacemag ist bisher in folgenden Fachbuchhandlung erhältlich:

Hamburg
Sautter + Lackmann (Admiralitätstraße 71/72)
Cohen + Dobernigg (Sternstraße 4)
Buchhandlung Walther König (im Museum für Kunst und Gewerbe)

Berlin
pro qm (Almstadtstraße 48-50)
do you read me?! (Auguststraße 28)
Bücherbogen am Savignyplatz (Stadtbahnbogen 593) 
Motto (Skalitzer Str. 68, im Hinterhof)

spacemag #1 | Rhythmus des Konsums

spacemag-cover

/// Ausgerechnet eine kontrollierte Glitzerwelt, introvertiert und abgeschottet von der Außenwelt, in der viele Stadtplaner eine Bedrohung für die Stadt sehen, war die Motivation und auch die Herausforderung dieses Magazins.

Das Shopping-Center gewinnt weiter an Bedeutung. Viele sehen es auf der „Überholspur“. Derzeit gibt es etwa 400 Einkaufzentren in Deutschland, bis Ende 2010 soll die Zahl auf 450 ansteigen. Die deutschen Center bringen es zusammen auf über 12 Mio. m² Fläche. Eine Fläche die ungefähr dem Sechsfachen der Ausdehnung des Fürstentums Monaco, oder rund 2000 Fußballfeldern entspricht. Diese räumlichen Dimensionen sind gigantisch, wenn man bedenkt, dass die Geschichte des Einkaufszentrums in Deutschland erst seit 40 Jahren geschrieben wird. [...]

Das Shopping-Center als ein alltäglicher Konsumraum durchdringt zunehmend auch andere Lebensbereiche und Sphären der Stadt. Mehr noch: Übernimmt die Shopping Mall, einst nach europäischem Vorbild als Alternativentwurf für die amerikanischen Suburbs von Victor Gruen konzipiert, ein halbes Jahrhundert später möglicher Weise gar selbst eine Vorbildfunktion für die Stadt? (Auszug aus dem Editorial)

Die erste Ausgabe des spacemag widmet sich voll und ganz der Welt des Einkaufens  und der Shopping-Center. Fokussiert auf die Entwicklungen und Trends im Handel, soll das Magazin einen konstruktiven Beitrag innerhalb der Frage leisten, wie Shopping und Stadt sich gegenwärtig und in Zukunft gestalten und miteinander verbinden lassen.

Handel, Stadt und Gesellschaft werden von uns in einem breiten Spektrum betrachtet, um der Vielschichtigkeit des Themas gerecht zu werden. Um den Betrachtungswinkel zusätzlich zu extensivieren, kommen in dieser Ausgabe ausgewählte Gastautoren aus den Bereichen Wirtschaft, Forschung und Kultur zu Wort und lassen ihre verschiedenen Sichtweisen einfließen.

Viel Spaß beim Lesen!

Inhaltsübersicht

Editorial
Shopping ohne Gnade
Diener des surburbanen Raumes
Ein echter Exportschlager
30 Tage im Shopping Center (Florian Thalhofer und Kolja Mensing)
Wie wir kaufen
700 Meter Beton
Einfach.Immer.Mehrfach. Einkaufen 2038.
Fremdkörper in den Städten? (Interview mit Prof. Dr. Thomas Krüger)
Die Rolltreppe (Dr. Andrea Mihm)
Perspektiven des Handels (Klaus Burmeister)
Jenseits von Trends (Prof. Dr. Holger rust)
Spielend einkaufen lernen
Alles nur Fassade?
LIGNA – Labor für unkontrollierbare Situationen (Grupe LIGNA)
Radio-Trojaner im Konsumtempel (Anja Nettig und Jakob F. Schmid)
Habitat Supermarkt
Die Stadt fängt an sie zu brauchen
Convenience Stores (Dr. Wilhelm Klauser)
Konsumvokabeln
Literatur
Impressum

spacemag #1 | Rhythmus des Konsums
150 Seiten, mit umfangreichen Texten und Beiträgen