Das SpaceDepartment entwickelt Ideen für Städte. Das Kollektiv junger Stadtdenker steht damit für Konzepte und Visionen – neue Wege für Raum und Gesellschaft zu gestalten und kommunizieren.
Das Kollektiv von 8 Freiberuflern macht die Stadt und die urbane Umgebung zum Feld ihrer Aktivitäten und Aktionen – auf der Suche nach neuen Denkweisen für Stadt und Gesellschaft.
Dabei entwickeln die Raumagenten im Laufe ihrer Studien- und Arbeitszeit verschiedene Kompetenzen von der theoretischen Auseinandersetzung zu urbanen Themen, der Organisation von Veranstaltungen und Workshops hin zu Gestaltung, Kommunikation und Aktionskunst.
Das SpaceDepartment ist ein Netzwerk, das sich projektbezogen organisiert und arbeitet.
PROJEKT // The Windy Apple – Urban Impressions of Chicago & New York City
KATEGORIE // Publikation, urbane Fotografie, Gestaltung
JAHR // 2010
BEARBEITUNG // Sven Lohmeyer
Chicago & New York City.
The Windy City und The Big Apple.
Zwei Metropolen in zwei Wochen.
Das Fotobuch dokumentiert die Urbanität dieser vibrierenden Städte in ihren Details, Zeichen, Situationen und natürlich ihren Protagonisten – den Menschen auf den Straßen.
Wir sind mehr denn je gezwungen Neues, noch nie da Gewesenes zu produzieren. Allgemein negativ konnotiert, wird Kopieren oft als Gegensatz von Kreativität verstanden. Copy & Paste Praktiken beeinflussen die Stadt und unseren Alltag maßgeblich und gleichzeitig wehren wir uns mit unserem westlichen Kulturverständnis meist dagegen. Schon seit der Antike wird in der Architektur und Stadtplanung kopiert. Der Eifelturm und die Pyramiden von Gizeh als 1:2 Kopie in Las Vegas, die Europäische Stadt als Blaupause westlicher Architekten zur Grundsteinlegung einer enormen chinesischen Städteexpansion – immer wieder spiegeln Repliken architektonische und gesellschaftliche Muster an anderer Stelle und in völlig neuen Kontexten wider.
Im digitalen Zeitalter stellt der Umgang mit verlustfreien Kopien und dem Urheberrecht eine der größten gesellschaftlichen Herausforderungen dar. Sampling und Mash Up sind zu etablierten Kulturtechniken avanciert.
Wo hört das Original auf und wo fängt das Neue an? Das spacemag #3 sucht nach der Linie dazwischen, in Form von Beispielen aus Architektur und Planung, genauso wie Kunst- und Medienpositionen und theoretischen Diskursen, fotografischen Beiträgen und persönlichen Erzählungen…
…Fake / Kitsch / Dekontextualisierung / Vorbilder / Plagiate / DIN und ISO / Gleichheit für Alle / sozialer Wohnungsbau / globale Markenpräsenz / Kolonialisierung / Migration / Mash Up / Open Space / Import Export / Stille Post / Urban Camouflage /////// Copy & Paste
Im Februar 2010 ist die #2 des urban.spacemag zum Thema Gaffa Urbanismus erschienen. Das Heft ist auf einige Resonanz gestoßen. u.A. bei:
// Baunetz Woche #164: Das urban.spacemag als Tipp in der Baunetzwoche
// rebel:art | Release: Spacemag #2 – ”Gaffa Urbanismus”
// urbanartcore | Gaffa Urbanism Magazine Release
// Page | Release zum Thema Gaffa Urbanismus
// De Nieuwes (NL) // Salon für Kunstbuch (Ö) | Das urban.spacemag im Salon für Kunstbuch in Wien
// urbanophil | Interview zum spacemag #2
// urbanshit | spacemag #2 gewinnen
Die Kollegen von urbanophil, dem Netzwerk für urbane Kultur, sind recht angetan vom spacemag #2 und wollten „(…) es ein bisschen genauer wissen: spacedepartment, wer ist das eigentlich? Wie kam es zum spacemag, was ist jetzt nochmal genau Gaffa Urbanismus und darf man zukünftig noch mehr erwarten?”
Herausgekommen ist ein recht ausführliches Interview, das an dieser Stelle nachzulesen ist.
PROJEKT // ±1: weiter sagen, weiter tragen
KATEGORIE // Ausstellungskonzeption und Design / Architektur / Gestaltung
JAHR // in Bearbeitung
AUFTRAGGEBER // IBA Hamburg / üNN – Büro für Kunst Bauen Stadtentwicklung
BEARBEITUNG // Lukas Halemba / Rudolf D. Klöckner / Sven Lohmeyer
// ± 1 weiter sagen, weiter tragen ist eine Ausstellung zum mitnehmen. Das Weltquartier, einer der kulturell vielfältigsten Nachbarschaften der Elbinsel, wird Ort dieser ungewöhnlichen Ausstellung.
Zwei Begleiter, die uns im Alltag immer wieder unausweichlich begegnen und die internationale Stadtgesellschaft prägen: Mode und Energie. Wo in der Mode bereits in festen Konfektionsgrößen gedacht und gelebt wird, sind die Vorstellungen beim Energieverbrauch nicht immer so eindeutig und anschaulich. Nur durch ein Verständnis für Energiethemen, ein gelebtes Bewusstsein und die realen Möglichkeiten des sparenden Verbrauchs, ergibt sich ein echter Mehrwert (+) für die im Rahmen der IBA modernisierten Wohnungen im Weltquartier. Das Weltquartier als ein internationaler Ort, kann eine gemeinsame und bewusste Kultur des Energieverbrauchs entwickeln. Denn oft sind es die kleinen Schritte (± 1), die auf Dauer die Gesamtbilanz ins Positive verändern. Diese Botschaft gilt es weiterzutragen.
In der Ausstellung werden die Energiethemen rund um das Weltquartier und den Energiebunker transportiert und zugleich recycelt. In Kooperation mit dem Nähprojekt “Made auf Veddel” werden die auf Plane gedruckten Ausstellungsinhalte während und nach der Ausstellung in Mode- und Gebrauchsobjekte umfunktioniert: Durch die genähten Taschen und Alltagsaccessoires werden die gesamte Ausstellung und ihre Inhalte nach und nach in den Stadtraum getragen. Die 1.700 Bewohner aus über 30 Herkunftsländern und die Gäste der Internationalen Bausstellung werden zu Botschaftern der kleinen Schritte.
PROJEKT // Kreative Milieus und offene Räume in Hamburg
KATEGORIE // Studie
JAHR // 2009 – 2010
AUFTRAGGEBER // Freie und Hansestadt Hamburg, Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt, Amt für Landes- und Landschaftsplanung / Studio UC | Klaus Overmeyer
BEARBEITUNG // Lisa Buttenberg für Studio UC | Klaus Overmeyer
„… Ziel der vorliegenden Studie ist es, die wirtschaftliche Perspektive [auf die Kultur- und Kreativwirtschaft] um eine stadträumliche Dimension zu ergänzen. Für die Stadtentwicklung eröffnen sich damit neue und komplexe Handlungsfelder, die neben der Standortanalyse von Unternehmen der Kreativwirtschaft insbesondere auch mit den Auswirkungen urbaner Transformationsprozesse auf die Räume der Kreativen umgehen muss. Das betrifft die unterschiedlichen Raumansprüche der Kreativen, die Flexibilisierung von Wohnen und Arbeiten, den Umgang mit Aufwertungsprozessen als auch die Bedeutung neuer Akteurskonstellationen.
Über die mittlerweile übliche Gliederung der Kultur- und Kreativwirtschaft in Teilbranchen hinaus bezeichnen kreative Milieus in dem hier vorliegenden Verständnis Systeme, die jenseits von gesellschaftlichem Stand und sozialer Klasse durch Gruppierungen, Szenen und Atmosphären hervorgebracht werden. Damit werden weiche Standortfaktoren wie die Dynamik von Öffentlichkeiten, Netzwerkbildungen oder Prozesse der Raumaneignung berücksichtigt. Mittels exemplarischer Fallstudien untersucht die Studie kreative Milieus und Standorte auf ihre stadträumlichen sowie sozioökonomischen Aspekte hin und stellt diese in Karten dar.
Die Studie proklamiert die „Offene Stadt Hamburg“, die Verzahnung von Offenheit und (Spiel-) Raum als wichtiges Handlungsfeld einer künftigen Stadtentwicklung, die kreative Räume und Milieus als Ressource für städtische Innovation integriert. …“
PROJEKT // 31 – Dort wo Ordnung und Chaos aufeinandertreffen
KATEGORIE //Publikation / Diplomarbeit / Audio / Video
JAHR // 02.2010
BEARBEITUNG // Sophie Naue
Ein visuelles und akustisches Experiment, das sich an die Wahrnehmung des Betrachters bzw. des Zuhörers richtet.
Abstrakt //An einem Sonntagnachmittag führt der Weg über eine Foto- und Tonstrecke vom städtischen Bahnhofsviertel Retiro direkt in die Villa 31, einer informellen Siedlung inmitten von Buenos Aires. Der Geräuschpegel der Villa 31 übertrifft die sonst relativ laute Stadt noch bei weitem. Bei den Aufnahmen handelt es sich jedoch nicht um den Nachhall von Klängen aus der Siedlung, sondern um charakteristische Geräusche und Bilder, die sich auch außerhalb der Villa 31 durch die Bewohner reproduzieren.
Die aufgezeichnete Klanglandschaft verdeutlicht auf akustische Art – visuell unterstützt – wie sich die Villa 31 außerhalb ihrer Grenzen ausbreitet und in die „formelle Stadt“ fortschreibt. Dabei wird auf narrative Weise aufgezeigt, dass die Villa 31 und Buenos Aires, die häufig als zwei sich untereinander außschließende Gegenwelten gesehen werden, längst auf unterschiedlichsten Ebenen weitreichend miteinan- der verwoben sind. An den Zuhörer bzw. Betrachter wird die Frage gestellt, ob die Übergänge zwischen dem „Außen“ der Stadt und dem „Innen“ der Villa überhaupt wahrnehmbar sind und ob ein Unterschied – eine Grenze – zwischen den Welten der „formellen“ und „informellen“ Stadt erfahrbar ist. Erst in zweiter Linie geht es darum, die für die Villa 31 spezifische Geräusch- und Bildkulisse widerzuspiegeln, um so eine Vorstellung von der Atmosphäre vor Ort zu erzeugen.
“Sag mir wo du wohnst und ich fühl mich wie Zuhause”
Am 18.02.2010 veranstaltete das spacedepartment gemeinsam mit Jens. O. Brelle von der Art Lawyer Gallery ein Event der ganze besonderen Art. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe “blatt – contemporary magazines” zeigten wir ein ehrliches Blatt von Stadtteilen aus Hamburg, Berlin, Köln und anderen Städten.
Magazinmacher aus verschiedenen Städten Deutschlands berichteten über ihr Blatt, ihre Arbeit und natürlich über ihren Kiez.
Live dabei waren
- Altona Magazin / Hamburg Altona / Gerhard Fiedler
- ehrenfelder / Köln Ehrenfeld / Matthias Knopp
- St. Pauli – Das Kiezmagazin / Hamburg St. Pauli / Dania Müller
- Quartier / Hamburg HafenCity, Speicherstadt und Katharinenviertel / Thomas Hampel
- Der Wedding / Berlin Wedding / Axel Völcker
Neben spannenden Vorträgen wurde die Galerie von einer umfassenden Stadtteilrevue geprägt, denn zahlreiche aktuelle Magazine mit Stadt- und Stadtteilrelevantem Inhalt konnten durchstöbert werden. Unter anderem: Berlin Haushoch (Berlin), SUPRA (Hamburg), Der Wedding (Berlin), Kreuzer (Leipzig), 14 Magazin (Freiburg), Die Anderen – Leben in Marxloh (Duisburg), Hamburg sammelt Hamburg (Hamburg), Unter Geiern (Hamburg), Makrele (Hamburg), Die Straße trägt St. Pauli u.v.a. sowie historische Vertreter der Hausbesetzer- und Stadtteilblätter vom Pflasterstrand Frankfurt und St. Pauli Hafenstraße in Kooperation mit dem St. Pauli Archiv.
PROJEKT // Einfach.Immer.Mehrfach – Ein strategischer Entwurf zum Einkaufscenter im Jahre 2038 KATEGORIE // Strategischer Entwurf / Wettbewerb / Film JAHR // 2009 BEARBEITUNG // Ole Frerichs / Lukas Hamlemba / Rudolf D. Klöckner / Sven Lohmeyer / Sophie Naue / Mehmet Tarik Beytekin (Raumagent auf Zeit)
Abstrakt // ”Die klassische Idee des Centers in Form einer autarken zeit-räumlichen Einheit, die letztlich wenige Kunden-Typen bedient, wird heutigen Ansprüchen nicht ansatzweise gerecht. Wir wollen aus der in sich geschlossenen Einheit ein offenes urbanes Konsumgebilde entwickeln, dass so flexibel, so attraktiv und so komplex funktioniert, dass es nicht nur einen Großteil der Gesellschaft anzulocken vermag, sondern vielmehr noch als Lebensmittelpunkt funktioniert, der leistungsfähig in den städtischen Kontext eingebunden ist. Das Shopping-Center 2038 wird ein hybrider, dynamischer und zentraler Ort sein, dessen Konkurrenzfähigkeit sich vor allem aus funktionaler Vielfalt entwickelt — das Center wird zum Full-Service-Anbieter.”
Weitere Inhalte// Entwicklung des Films “AmazonBay 2038″. Eine Zeitreise mit Blick auf die Entwicklung der Shoppingwelten.
Auszeichnungen // Das Projekt wurde mehrfach ausgezeichnet:
// Förderpreis Architektur, Kulturkreis der Deutschen Wirtschaft
// Förderpreis, Irene und Friedrich Vorwerk-Stiftung